Laufweitenproblematik: Platzangst bei der Übersetzung

Der Horror eines jeden Designers: Die Imagebroschüre kommt übersetzt zurück und sieht vollkommen verändert aus. Ein ähnliches Problem kennen Webagenturen bei multilingualen Webseitenprojekten: Gerade “lauffreudige” Sprachen wie Französisch oder Griechisch bringen das schöne Design vollkommen durcheinander, die geplante und mühsam getextete zweizeilige Überschrift hat plötzlich drei Zeilen, locker gestaltete Infoboxen platzen aus allen Nähten und verderben der Designerseele den Spass am eigenen Produkt.

Erfahrung und Dynamik

Um mehrsprachige Webseitenprojekte immer gut aussehen zu lassen gibt es eigentlich nur zwei Regeln:

  1. Erfahrung zahlt sich aus. Aus dem Stand eine wirklich perfekte mehrsprachige Webseite zu gestalten ist ausgesprochen schwierig. Je mehr unterschiedliche Templates notwendig sind und je mehr Text von Redakteuren mit Schwerpunkt auf Inhalt und nicht auf der Gestaltung kommt, desto schneller wird das schöne Design “verdorben”. Daher nicht verzweifeln, auch wenn es dumm klingt: spätestens das zweite Projekt wird schon deutlich besser verlaufen.
  2. Dynamik schützt vor Chaos. Eigentlich offensichtlich, jedoch an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich erwähnt: Je dynamischer eine Webseite gestaltet ist, desto einfacher lassen sich lauffreudige Sprachen in das Design einpassen. Daher unbedingt fest definierte Größen bei Containern vermeiden (z.B. Infoboxen) und im Idealfall dem Text die Möglichkeit geben ganz entspannt nach unten auslaufen zu dürfen…

Auch hier gilt: Erfahrene Designer kosten in der Regel etwas mehr, sorgen aber auch dafür, dass die Seite in vielen Sprachen immer noch so gut aussieht wie geplant.

 

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